Electric Colors Jan Fischer Hallo Leisch! Wie Dir sicherlich bekannt ist, wurde kuerzlich entdeckt, dass die Elektronen farbig sind. Da wie heutzutage jedes Kind bereits weiss, die Elektronen fuer den elektrischen Strom verantwortlich sind, ja man muss sagen, durch diese der elektrisch Stromfluss erst moeglich wird, spricht man in diesem Zusammenhang auch von der Farbe des elektrischen Stromes. Zuerst wurde diese Entdeckung von den Mitar- beitern eines durch ihre Werbung in Funk und Fernsehen bekannten Stromanbieters gemacht. Sie stellten fest, dass die von Ihrer Firma an die Kunden versendeten Elektronen eine gelbe Farbe hatten. Wenig spaeter stellten die alternativen Energieversorger dann fest, dass die in Ihren Windkraft- und Solaranlagen verwendeten Elektronen eine gruene Farbe hatten. Wie nun bekannt wurde werden in Steinkohlekraft- werken schwarze und in Braunkohlekraftwerken braune Elektronen ver- wendet. Interessanterweise wurden bisher noch keine roten Elektronen gefunden. Durch die unermuedlichen Forschungsarbeiten an unserem LEER- stuhl konnte jedoch ein erstes Indiz dafuer gefunden werden, warum derartige Elektronen noch nicht beobachtet werden konnten. Bei den Forschungen, welche von mir geleitet wurden ging ich zu naechst von dem nach mir benannten Tomatenmodell aus. Tomaten sind bekanntlich auch sehr unterschiedlich, sowohl hinsicht- lich ihres Geschmackes, als auch hinsichtlich ihrer Farbe. So sind zum Beispiel rote, gelbe, gruene und braune Tomaten bekannt. Gruene Tomaten gibt es zum Beispiel im Fruehsommer, rote und gelbe Tomaten im Spaetsommer bis Herbst. Braune Tomaten koennen zu unterschiedlichen Jahreszeiten auftreten. Natuerlich haben alle diese unterschiedlichen Tomaten auch Gemeinsamkeiten. So zum Beispiel hinsichtlich Ihrer aeusseren Form, ihrer biologischen Einordnung und der Form der Mutter- pflanzen. Ein wesentlicher Unterschied der Tomaten besteht neben ihrem Geschmack auch in ihrer doch sehr unterschiedlichen Wirkung beim Verzehr. Bei gruenen und braunen Tomaten kann diese in gewisser Hinsicht sogar umwerfend oder durchschlagend sein. Die Frage, welche sich nach durch Betrachtung des Tomatenmodells stellte, war, ob und wie sich die unterschiedlichen Farben des konsumierten Stromes durch den Verbraucher auf diesen auswirken wuerden. Wir fanden dabei heraus, dass die bisherigen Aussagen der Demoskopen ueber das zu erwartende Verhalten der Waehler, bisher mehr oder weniger auf gluecklichen Zufaellen beruhte. Es stellte sich heraus, dass die vom Waehler bevorzugte Partei direkt von der Farbe, des durch ihn konsumierten Stromes abhaengig ist. So wird zum Beispiel jemand, der ueberwieged gruenen Strom konsumiert, die Gruenen waehlen, jemand, der ueberwiegend schwarzen Strom konsumiert die CDU bzw. die CSU und so weiter. Da in Ostdeustschland immer noch ein recht grosser Teil des elektrischen Stromes in Braunkohlekraftwerken gewonnen wird, er- klaert sich damit die zum Teil hohe Zustimmung zu rechten Parteien, wie zum Beispiel zur DVU. Natuerlich haben wir uns gefragt, ob es nach diesen Erkenntissen nicht auch roten Strom geben muesste. Der rote Strom kommt offenbar sehr selten vor, was man schon daran erkennen kann, das er trotz der in der letzten Zeit gewaltigen Fortschritte der wissenschaftlichen Erforschung der Farbe des elektrischen Stromes bisher keine roten Elektronen gefunden werden konnten. Die Misserfolge der SPD bei den letzten Landtagswahlen und Kommunalwahlen, welche besonders im Osten sehr verheerend waren lassen sich also dadurch erklaeren, dass es sehr wenig rote Elektronen gibt. Damit wird auch sehr wenig roter Strom von den Verbrauchern konsumiert und als Folge davon gibt es wenig Zustimmung zu dieser Partei. Allerdings ist es uns im Rahmen unserer Untersuchungen gelungen, nun auch die Existenz von roten Elektronen und dadurch auch rotem Strom nachzuweisen. In mehreren Gebaeuden unserer Universitaet wurde vor einiger Zeit ein zweites paralleles und unabhaengiges Energieversorgungsnetz installiert. Dieses Energieversorgungsnetz wurde fuer den Anschluss der Rechen- technik geschaffen, um diese besonders hochwertige Technik mit Hilfe spezieller Filter und Sicherungen vor dem unreinen Strom, wie er gewoehnlich aus den Kraftwerken kommt (man spricht in diesem Zusammenhang auch von Elektosmog) zu schuetzen. Interessanterweise kam irgend jemand auf die Idee, die entsprechenden Steckdosen dieses Netzes zur besseren Unterscheidung rot sein sollten. (Wir untersuchen noch, ob hier eventuell ein bisher unbekannter Zusammenhang existiert.) Bei unseren Forschungen stiessen wir darauf, dass offenbar die in diesem Energieversorgungsnetz eingebauten Filter als Nebeneffekt auch nur die offenbar so seltenen roten Elektronen passieren lassen. (Patent angemeldet) Am Rande unserer Untersuchungen ueber die Farbe des Elektrischen Stromes, hat mich natuerlich als Verantwortlicher fuer die Rechen- technik an unserem LEERstuhl, die Frage interessiert, ob sich aus den verschiedenen Farben des Stromes auch neue Aspekte fuer die Rechentechnik ergeben. Es ist mir dabei gelungen den Begriff der Kompatibilitaet zu klaeren. Bisher wurde immer angenommen, dass die Kompatibilitaet sich auf die Programme von Computern und die von Ihnen verarbeiteten Daten beziehen wuerden. Ich konnte zeigen, dass dem nicht so ist. Die Kompatibilitaet bezieht sich nach den neuen bei meinen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnissen auf die Farbe des Stromes. Das heisst, dass ein Rechner dann als kompatibel zu bezeichnen ist, wenn er mit allen Stromarten, gleich welcher Farbe betrieben werden kann. Mit hoellischem Gruss Bastard Administrator des Hades Copyright by Jan Fischer 1999 Disclaimer: Auch wenn Aehnlichkeiten mit lebenden Personen und Universitaeten der Bundesrepublik Deutschland nicht auszuschliessen sind, so hoffe ich doch, dass meine Darstellungen so sind, dass Aussenstehende diese Personen und die Universitaet nicht erkennen. Sollten diese Personen oder die Universitaet erkannt werden, so wird jeder gebildete Mensch hoffentlich erkennen, dass dies Darstellung schon so stark uebertrieben ist, dass sie mit der Wirklichkeit nur noch sehr wenig gemein hat. Selbstverstaendlich gilt das oben gesagte auch fuer Firmen und Parteien.